Kiens Lebenslauf
Kien kam zur Welt am 1. Januar 1919 in Varnsdorf in der Familie eines Geschäftsmannes mit den Textilien. Er studierte an der Statlicher Realschule in Varnsdorf (gegenwärtig Bischöflich Gymnasium). In den Jahren 1929 und 1930 ist Kiens Familie von Varnsdorf nach Brno umgezogen. Peter hat her sein Studium fortgesetzt und hat geziechnet, gemalt, die Gedichten unter dem Einfluss von Dostojevskij und Kafka zusammengesetzt. Im Jahre 1936 ist er nach Prag gegangen und er studierte an der Prager Nowaks Kunstakademie. Im Jahre 1936 hat er seine künftige Frau Ilsa Stránská kennen gelernt.
Nach dem Einfall der Wehrmacht hat Kien eine Zusage für das amerikanische Visum bekommen, aber er war sehr an seine Familie und an sein Vaterland gebunden so dass er das Visum ablehnte und ist nicht abgereist. Halber jüdisches Geblütes war er in Theresienstadt Ghetto einkerken. In Theresienstadt war Kien der Stellvertreter des Leiters im Zeicensaal des "Technischen Büros" der Jedenvarwaltung. In der Freizeit hat er mit den gestohlen Malerutensilien die Szenen von Teresienstadt gezeichnet. In der Theresienstadt hat Kien Gedichte wie z. B. Zyklus "Die Peststadt", das Theaterspiel "Marionetten" und das Libretto zur Oper "Der Kaiser von Atlantide" geschrieben. Die Premiere hat er leader nicht erlebt…
Am 16. Oktober 1944 verläßt der Transport mit 1500 Menschen das Ghetto; darunter Petr Kien, Nummer 855. Mit dem leeren Zug kehrt ein letzter Brief von Petr Kien nach Teresienstadt zurück. Der Maler und Dichter Petr Kien, kurz nach Ende des ersten Weltkriegs im nordbömischen Varnsdorf in die Tsechoslowakei hineingeboren, überlebte Auschwitz nicht. Petr Kien wurde 25 Jahre alt und starb an einer Infektionskrankheit.
Verschwundene Nachbarn
Am Anfang bildeten wir das Projekt "Verschwundene Nachbarn". Unsere Schule fing mit diesem Projekt am Anfang des Jahres an. Die Schüler wollten uns mit den Geschicke der Juden kennen lernen. Aber dann konzentrierten sie sich nur auf Petr Kien. Am Januar sind wir nach Theresienstadt gagangen und wir fahndeten nach ihren Schicksale.
Wir haben das Ausstelung verangestallten in ÈSOB. Die Eröffnung war in unsere Aula am 10. 5. Die Besucher haben gefahren: Herr Šolc, Hejtmann von Ústí nad Labem, die Botschaft von Israel Dita Šnajdrová, die Künstler Roman Patoèka und Silvie Ježková. Wir haben der Poster zur Ausstelung im Senat gemacht. Milan Junek machte Bröschure, Michal Šafus machte Webseiten davon und wir haben Prezentation geschaffen. Mit dem Poster sind sie Studenten aus Kvarta und Sexta nach dem Senat am 14. - 15. Juni gefahren.
Enthüllung der Gedenktafel (von ÈRo)
Der Sängerchor des Bischöflichen Gymnasium im Varnsdorf hat mit dem Lied, die Festveranstaltung anlässlich der Enthüllung einer Gedenktafel für Petr Kien eröffnet. Es war kein Zufall, dass gerade die Schüler die Gedenkveranstaltung mitgestaltet haben. Denn die Gymnasiasten von Varnsdorf, genauer gesagt die Oktávas Schüler, haben den jüdischen Maler und Dichter für seine Geburtsstadt so zu sagen wieder entdeckt. Mit der Gedenktafel wollen die Schüler nicht nur an Petr Kien, der im Oktober 1944 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde erinnern, sondern auch - wie auf der Tafel steht - an alle sechs Millionen Opfer der Shoah . Eine Mitarbeiterin der israelischen Botschaft in Prag, Dita Snajderova, würdigte bei der Enthüllung der Gedenktefel die Verdienste der jungen Menschen aus Varnsdorf und sagte:
"Es scheint unglaublich, dass es im 21. Jahrhundert Menschen gibt, die sechs Millionen Oper des Holocaust leugnen. Die Oper zu leugnen bedeutet, der Welt die Lehre wegzunehmen, die aus der Geschichte folgt. Es ist unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass ein solches schwarzes Kapitel der Geschichte sich nie wiederholen kann. Aus dem Grund danke ich den Schülern des Gymnasium dafür, dass sie uns geholfen haben, Petr Kien wieder zu entdecken und dass sie uns mit seiner Persönlichkeit an die weiteren sechs Millionen Oper erinnern."
Nach der Enthüllung der Gedenktafel wurde im Gebäude der CSOB-Bank in Varnsdorf eine Ausstellung von Petr Kiens Werken eröffnet. Jana Kupeckova, eine der Oktav Studentinnen die sich mit Petr Kiens Persönlichkeit befassten, hatte der Presse verraten:
"Petr Kien wurde hier in diesem Haus geboren. Als der Krieg begann, musste er seiner Familie nach Theresienstadt folgen. Er malte dort viele Plakate und Gemälde und schrieb sogar das Libretto für eine Oper."
Es handelt sich um Viktor Ullmanns Oper Der Kaiser von Atlantis. Jana Kupeckova erzählt, dass sie mit ihrer Klasse auf den Namen Petr Kien im Rahmen des Projektes Verschwundene Nachbarn gestoßen ist:
"Wir besuchten die Gedenkstätte in Theresienstadt. Dort haben wir viele Materialien gefunden, die wir für unsere Arbeit brauchten. Wir konsultierten es mit Vertretern von jüdischen Gemeinden. Dann sind wir auf die Idee gekommen, eine Gedenktafel zu errichten."
Am schwierigsten war es nach Meinung der Gymnasiasten, Kiens Werke und andere Materialien zusammenzutragen.
Danksagungen
Milan Junek, Martina Schneibergová, Barbora Louková, Daniela Králová, Zdeòka Kuèeravá, Iveta Školníková, Miloslav Ïurovec, Jan Novodárský, Jürgen Serke